karin und alina gschnitzer
Name: Karin Gschnitzer
Alter: 25
Berufe: Matura, Tischlergesellin
Ber.ziele: Stillberaterin & Hebamme
Kinder: Alina, 19 Monate
Aufgaben im Rahmen des Projektes:
Initiator Mama mia
Projektleitung
Projektfinanzierung
Vernetzung
PR
 
 

Ka
„Bevor Alina zur Welt kam, dachte ich, ein Kind würde mit seiner Geburt Glück in mein Leben bringen. Inzwischen weiß ich, dass mein Kind mich dazu zwingt mich selbst glücklicher zu machen.“

Ich, Karin, bin sozusagen die Alternativ-Mama unserer Gruppe. Ich habe Zuhause geboren und stille und trage unermüdlich. Mutter zu sein ist für mich die bisher größte Herausforderung meines Lebens und bedeutet für mich anstrengende aber lohnende Arbeit an mir selbst. Durch die Mutterschaft kann ich vieles von dem lernen, was ich in meiner Vergangenheit nicht lernen konnte und das ist eine ganze Menge!

Zum Glück erinnert mich meine Tochter Alina immer wieder daran was wirklich wichtig ist im Leben. Sie hat mein Leben ein ganzes Stück echter, ehrlicher und lebenswerter gemacht.
Mein Kind hat mir durch seine Aufrichtigkeit und seine Art, bedingungslos es selbst zu sein, die Chance gegeben mich selbst besser kennen zu lernen um zu werden wer ich wirklich bin.

Alina hat mich mehr Zufriedenheit und Vertrauen ins Leben gelehrt, sie hat mich menschlicher und verletzlicher gemacht.
So musste ich erkennen, dass ich mindestens so viel Angst vor Nähe wie vor dem Alleinsein hatte und dass ich nicht ohne Grund seit der Schwangerschaft vom Vater meines Kindes getrennt war. Gleichzeitig durfte ich die „Kunst des Liebens“ erlernen und wirkliche Nähe und Vertrautheit erfahren.

Kinder stellen aber nicht nur den Einzelnen sondern die ganze Gesellschaft auf die Probe. So wie es zu den Aufgaben jedes Einzelnen gehört, ein authentisches Selbst in Beziehungen zu anderen zu entwickeln, so ist es die Aufgabe der Gesellschaft, Machtstrukturen in respektvolle Verhältnisse umzuwandeln um bessere Rahmenbedingungen für einen kinder- und menschengerechteren Alltag zu finden.
Allgemeingültige Lösungen gibt es keine, für familienpolitische Probleme genauso wenig wie für Herausforderungen in der Eltern-Kind-Beziehung.
Trotzdem oder gerade deshalb können wir zunächst den Weg in eine familienfreundlichere Welt als Ziel sehen.
Mama mia bietet keine Patentrezepte und das entstehende Buch ist kein Erziehungsratgeber sondern soll Familien Mut machen, ihren eigenen Weg im Umgang miteinander zu finden (mit allen Fehlern und Unzulänglichkeiten die dieser mit sich bringt) und dabei helfen den tieferen Sinn in schwierigen Situationen zu erkennen.

Oft ist es schon heilsam zu wissen, dass es anderen ähnlich geht. Und schließlich ist es ja auch in Ordnung wenn mal gar nichts in Ordnung ist, denn die größten Krisen bergen ja bekanntlich oft die größten Lebenslektionen …


juliane und sarah weyrer
julie hannes und sarah
Name: Juliane Weyrer / Johannes Seer
Alter: 28 / 29
Berufe: Werbegrafiker, Lebensberater in Ausbildung /
Dipl. Gesundheits- u. Krankenpfleger
Kinder: Sarah, 3 Jahre
Aufgaben im Rahmen des Projektes:
Initiator Mama mia
Grafischer Satz aller Mama mia Printmedien
Erstellung der Homepage
Förderung der Vernetzung
PR
http://www.sternmedia.at
 
Julia und Hannes
Unsere Tochter Sarah kam in der 25. Schwangerschaftswoche zur Welt und hat einen wesentlichen, zuvor nicht ausgelebten Teil von uns ergänzt.
Wir, als Familie, haben eine harte Zeit hinter uns, durch den gemeinsamen, anfänglichen Kampf ums Überleben mit allen Freuden und Ängsten haben wir unsere menschlichen Grenzen, unsere Stärken und Schwächen erfahren und uns zu dem gemacht, wer wir heute sind.
Eine tiefe Dankbarkeit an das Leben lässt uns heute weiter wachsen und Umstände des Lebens anders als zuvor betrachten.

Die Auseinandersetzung in Form von Überdenken und Mitteilung der gestellten Themen im Fragebogen lässt uns unsere erlebten Umstände aus einer anderen Sicht betrachten und letztlich aufarbeiten. Durch dieses Aufarbeiten erinnern wir uns auch, was wir schon alles geschafft haben und wohin wir eigentlich wollen.
Die Beziehung zwischen Kind und Eltern spielt besonders in den ersten Lebensjahren eine große Rolle in der charakterlichen Prägung des heranwachsenden, neuen Erdenbürgers.

Jeder Mensch hat in seiner frühen Kindheit wohl Dinge erfahren, die einen früher oder später im Leben „einholen“ und man vielleicht aus diesem Grunde weniger Vertrauen anderen Mitmenschen oder dem Leben entgegenbringen kann. Als Mutter oder Vater wollen wir natürlich bessere Eltern sein, als die unsrigen es waren.
Doch Fehler machen wir alle, und das ist OK!
Wir selbst wollen uns daran erinnern, dass wir trotz all unseren Fehlern, den Umgang mit unseren Kindern auf eine wache, echte und liebenswerte Art und Weise gestalten, und nicht unsere unerfüllten Wünsche und die daraus entstehende Unzufriedenheit an unseren Kindern auszulassen.

Allerdings ist dies ist manchmal leichter gesagt als getan, aber durch dieses Projekt werden wir erfahren, dass wir mit unseren Problemen, Wünschen und Zielen nicht alleine sind, und möchten unsere Gedanken, Erfahrungen mitteilen und werden letztendlich auf der menschlichen Ebene alle davon profitieren!

yvonne teufl
Name: Yvonne
Alter: 26
Berufl. Ziele: Sozialarbeiterin
Kinder: Valentina, 19 Monate

Aufgaben im Rahmen des Projektes:
Initiator
Lektorat
Vernetzung
PR

 
Yvonne
Als Valentina am 19. Juli 2005 auf die Welt kam hat die Wirklichkeit begonnen. Plötzlich war ich Mutter, hatte so viele Gefühle, die ich gar nicht verarbeiten und so viele Ängste, mit denen ich nicht umgehen konnte. In erster Linie war ich glücklich darüber, dass ich eine gesunde Tochter im Arm halten konnte, andererseits hatte ich nun für dieses kleine, süße Gnömchen zu sorgen und das ALLEIN.
Ich mache bei dem Projekt mit um, mit Satiren aus dem Alltag einer Mutter, Mut zu machen. Ich wünsche mir das andere Mütter, die in der gleichen Situation sind sehen, dass das Leben, auch ALLEIN mit Kind, ziemlich oft Lachanlässe gibt, die man nicht übersehen sollte.
Anfangs neigte ich dazu, mich zuhause zu vergraben und jedem Tag den Stempel „besch...“ aufzudrücken, hat nur zu noch mehr Einsamkeit geführt. Heute ist nicht jeder Tag supertoll, aber ich bin immer auf der Suche nach gutem Stoff für Geschichten und versuche aus jedem Tag etwas zu machen, denn die Zeit verrinnt wirklich schnell mit so einem Zwergerl.
Ich bin nicht mehr getrieben von dem Gedanken, dass ich einen Papa für Valentina brauche sondern lasse mich treiben und irgendwann wird es schon soweit sein. Dieses Thema hat mich schon ziemlich beherrscht, da ich immer irgendwo Familien gesehen habe und mich dann noch einsamer gefühlt hatte.
Valentina und ich sind ein recht lustiges Paar, sie lacht sehr viel, ich lache auch gern, muss aber zugeben, dass ich immer schon ein bisschen zum jammern geneigt habe. Meine Freunde sagen von mir:“ Yvonne muss mal richtig Jammern, dann geht es wieder!“ Ich kann es einfach nicht, was manche so brillant beherrschen, alles mit stoischer Miene hinunterzuschlucken und irgendwann ein Magengeschwür zu bekommen. Ich jammere, heule und rede stundenlang von einem Thema und dann bin ich wieder okay. Muss wohl eine echt gute andere Seite haben, warum sonst hätte ich Freunde, hihi?!
Also ich möchte den Beitrag zum Projekt/Buch leisten, allen Hürden, die als Mutter oder Familie in unserer heutigen Gesellschaft überwunden werden müssen, auch ab und zu ein Schmunzeln abzugewinnen und Situationen, die sehr schwarz erscheinen mit etwas Humor zu begegnen.
Yvonne Teufl

Petra Steurer ist ausgebildete Maskenbildnerin. Mit der Geburt ihrer Tochter 2001 begann sie sich sehr intensiv mit ihrer Rolle als Frau und Mutter auseinander zu setzen. Dieser Themenbereich beherrscht auch ihr momentanes bildnerisches Schaffen.
Petra wirkt beim Projekt mit einem Erfahrungsbericht, sowie mit ihren Illustrationen mit.

Ihre Homepage:
http://www.meinewebseite.net/petrasteurer

gaby burket
Name: Gaby Burket
Alter: 39
Berufe: Großhandelskfm., DGKS, Prana-Anwenderin, LSB i.A.
Kinder: Isabella: 16a, Nicole: 2,5a
Aufgaben im Rahmen des Projektes:
Recherchen
http://www.meinewebseite.net/lebensfreude
 
Gaby
„Isabella war 1990 mein erstes Kind und eine „normale Geburt“. Wie es vor 17 Jahren war. Rückenlage, vorher Einlauf, und bewegen nur auf Kommando der Hebamme. Ich hatte mir immer gewünscht eine möglichst naturnahe Entbindung zu erleben, sollte ich noch einmal ein Kind bekommen.
2004 war es dann soweit, und Nicole sollte kommen. Ich war gut vorbereitet. Mein Mann und meine ältere Tochter waren dabei, wir hatten ein Geburtshaus gefunden, das uns sympathisch war, ich hatte CD`s mit und Kerzen – Nicole konnte kommen. Diesmal wollte ich eine Wassergeburt haben, und ein möglichst angstfreies und bewusstes Geburtserlebnis.
Doch das Leben hat wieder bewiesen, dass die beste Planung nichts nützt.....Nicole wurde per Kaiserschnitt geholt, nachdem 4 Stunden lang nichts weiterging. Sie steckte irgendwo fest, die Nabelschnur um den Hals, und nach einem Ultraschall sagte mir der Arzt es müsse ein Kaiserschnitt werden.
Ich fiel aus allen Wolken und, hatte einen ziemlichen Schock, der sich in einem verlängerten Krankenhausaufenthalt und massiven körperlichen Beschwerden niederschlug. Auch das Verhältnis zu meinem Baby galt es erst aufzubauen. Ich hatte sie ja nicht geboren – so empfand ich es – sondern sie wurde mir rausgeschnitten.
Wie man heute sehen kann, geht’s uns beiden ausgezeichnet. Ich habe daraus gelernt, dass meine Maßstäbe nicht immer anwendbar sind. Im Nachhinein betrachtet, war Isabellas Geburt mein „schönstes Geburtserlebnis“, das weiß ich erst seit Nicoles Enbtindung.“