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Julia
und Hannes Unsere Tochter Sarah kam in der 25. Schwangerschaftswoche zur Welt und hat einen wesentlichen, zuvor nicht ausgelebten Teil von uns ergänzt. Wir, als Familie, haben eine harte Zeit hinter uns, durch den gemeinsamen, anfänglichen Kampf ums Überleben mit allen Freuden und Ängsten haben wir unsere menschlichen Grenzen, unsere Stärken und Schwächen erfahren und uns zu dem gemacht, wer wir heute sind. Eine tiefe Dankbarkeit an das Leben lässt uns heute weiter wachsen und Umstände des Lebens anders als zuvor betrachten. Die Auseinandersetzung in Form von Überdenken und Mitteilung der gestellten Themen im Fragebogen lässt uns unsere erlebten Umstände aus einer anderen Sicht betrachten und letztlich aufarbeiten. Durch dieses Aufarbeiten erinnern wir uns auch, was wir schon alles geschafft haben und wohin wir eigentlich wollen. Die Beziehung zwischen Kind und Eltern spielt besonders in den ersten Lebensjahren eine große Rolle in der charakterlichen Prägung des heranwachsenden, neuen Erdenbürgers. Jeder Mensch hat in seiner frühen Kindheit wohl Dinge erfahren, die einen früher oder später im Leben „einholen“ und man vielleicht aus diesem Grunde weniger Vertrauen anderen Mitmenschen oder dem Leben entgegenbringen kann. Als Mutter oder Vater wollen wir natürlich bessere Eltern sein, als die unsrigen es waren. Doch Fehler machen wir alle, und das ist OK! Wir selbst wollen uns daran erinnern, dass wir trotz all unseren Fehlern, den Umgang mit unseren Kindern auf eine wache, echte und liebenswerte Art und Weise gestalten, und nicht unsere unerfüllten Wünsche und die daraus entstehende Unzufriedenheit an unseren Kindern auszulassen. Allerdings ist dies ist manchmal leichter gesagt als getan, aber durch dieses Projekt werden wir erfahren, dass wir mit unseren Problemen, Wünschen und Zielen nicht alleine sind, und möchten unsere Gedanken, Erfahrungen mitteilen und werden letztendlich auf der menschlichen Ebene alle davon profitieren! |
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Yvonne Als Valentina am 19. Juli 2005 auf die Welt kam hat die Wirklichkeit begonnen. Plötzlich war ich Mutter, hatte so viele Gefühle, die ich gar nicht verarbeiten und so viele Ängste, mit denen ich nicht umgehen konnte. In erster Linie war ich glücklich darüber, dass ich eine gesunde Tochter im Arm halten konnte, andererseits hatte ich nun für dieses kleine, süße Gnömchen zu sorgen und das ALLEIN. Ich mache bei dem Projekt mit um, mit Satiren aus dem Alltag einer Mutter, Mut zu machen. Ich wünsche mir das andere Mütter, die in der gleichen Situation sind sehen, dass das Leben, auch ALLEIN mit Kind, ziemlich oft Lachanlässe gibt, die man nicht übersehen sollte. Anfangs neigte ich dazu, mich zuhause zu vergraben und jedem Tag den Stempel „besch...“ aufzudrücken, hat nur zu noch mehr Einsamkeit geführt. Heute ist nicht jeder Tag supertoll, aber ich bin immer auf der Suche nach gutem Stoff für Geschichten und versuche aus jedem Tag etwas zu machen, denn die Zeit verrinnt wirklich schnell mit so einem Zwergerl. Ich bin nicht mehr getrieben von dem Gedanken, dass ich einen Papa für Valentina brauche sondern lasse mich treiben und irgendwann wird es schon soweit sein. Dieses Thema hat mich schon ziemlich beherrscht, da ich immer irgendwo Familien gesehen habe und mich dann noch einsamer gefühlt hatte. Valentina und ich sind ein recht lustiges Paar, sie lacht sehr viel, ich lache auch gern, muss aber zugeben, dass ich immer schon ein bisschen zum jammern geneigt habe. Meine Freunde sagen von mir:“ Yvonne muss mal richtig Jammern, dann geht es wieder!“ Ich kann es einfach nicht, was manche so brillant beherrschen, alles mit stoischer Miene hinunterzuschlucken und irgendwann ein Magengeschwür zu bekommen. Ich jammere, heule und rede stundenlang von einem Thema und dann bin ich wieder okay. Muss wohl eine echt gute andere Seite haben, warum sonst hätte ich Freunde, hihi?! Also ich möchte den Beitrag zum Projekt/Buch leisten, allen Hürden, die als Mutter oder Familie in unserer heutigen Gesellschaft überwunden werden müssen, auch ab und zu ein Schmunzeln abzugewinnen und Situationen, die sehr schwarz erscheinen mit etwas Humor zu begegnen. Yvonne Teufl |
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| Petra
Steurer ist ausgebildete Maskenbildnerin. Mit
der Geburt ihrer Tochter 2001 begann sie sich sehr intensiv mit ihrer Rolle
als Frau und Mutter auseinander zu setzen. Dieser Themenbereich beherrscht
auch ihr momentanes bildnerisches Schaffen. Petra wirkt beim Projekt mit einem Erfahrungsbericht, sowie mit ihren Illustrationen mit. Ihre Homepage: http://www.meinewebseite.net/petrasteurer |
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Gaby „Isabella war 1990 mein erstes Kind und eine „normale Geburt“. Wie es vor 17 Jahren war. Rückenlage, vorher Einlauf, und bewegen nur auf Kommando der Hebamme. Ich hatte mir immer gewünscht eine möglichst naturnahe Entbindung zu erleben, sollte ich noch einmal ein Kind bekommen. 2004 war es dann soweit, und Nicole sollte kommen. Ich war gut vorbereitet. Mein Mann und meine ältere Tochter waren dabei, wir hatten ein Geburtshaus gefunden, das uns sympathisch war, ich hatte CD`s mit und Kerzen – Nicole konnte kommen. Diesmal wollte ich eine Wassergeburt haben, und ein möglichst angstfreies und bewusstes Geburtserlebnis. Doch das Leben hat wieder bewiesen, dass die beste Planung nichts nützt.....Nicole wurde per Kaiserschnitt geholt, nachdem 4 Stunden lang nichts weiterging. Sie steckte irgendwo fest, die Nabelschnur um den Hals, und nach einem Ultraschall sagte mir der Arzt es müsse ein Kaiserschnitt werden. Ich fiel aus allen Wolken und, hatte einen ziemlichen Schock, der sich in einem verlängerten Krankenhausaufenthalt und massiven körperlichen Beschwerden niederschlug. Auch das Verhältnis zu meinem Baby galt es erst aufzubauen. Ich hatte sie ja nicht geboren – so empfand ich es – sondern sie wurde mir rausgeschnitten. Wie man heute sehen kann, geht’s uns beiden ausgezeichnet. Ich habe daraus gelernt, dass meine Maßstäbe nicht immer anwendbar sind. Im Nachhinein betrachtet, war Isabellas Geburt mein „schönstes Geburtserlebnis“, das weiß ich erst seit Nicoles Enbtindung.“ |
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